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Trier: (M)eine Stadt und ich

Trierer Altstadtfest  (Trier: (M)eine Stadt und ich) Verfasst: Montag, den 23. Juni 2008 09:51

Das Trierer Altstadtfest ist ein Phänomen. Seit 1981 wird am letzten Wochenende im Juni die komplette Innenstadt in eine riesige Party verwandelt. Dazu die offizielle Kurzbeschreibung:

 

Auf zum Trierer Altstadtfest!

Jung und Alt, Klein und Groß - wir alle können es kaum noch erwarten, bis es endlich los geht! Auch in diesem Jahr stehen wieder ganz besondere Künstler auf den verschiedenen Bühnen in der Trierer Innenstadt, um Sie mit Elan und Begeisterung zum mitsingen und mittanzen zu bewegen.

Hunger? Aus einer Vielzahl ausgewählter Stände mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wehen Ihnen leckerste Essensdüfte entgegen. Einfach ausprobieren und auf der Zunge zergehen lassen... Hmmmmm!

 

Wie immer ist das bloß ein für Touristen überspitzter Text, der nicht unbedingt der Wahrheit entspricht. Daher gibt es in Anlehnung dazu meine ganz persönliche Beschreibung, aus der Sicht eines Trierers:

 

Auf zum Trierer Altstadtfest!

Jung und Alt, Klein und Groß - wir alle können es kaum noch erwarten, bis die Sauferei endlich losgeht! Auch in diesem Jahr laufen Besucher volltrunken in der Trierer Innenstadt herum, um Sie anzurempeln, anzuschreien und mit vorgemachtem Elan zum Übergeben zu bewegen.

Geil? Aus einer Vielzahl minderjähriger Schlampen in den unterschiedlichsten Outfits wehen Ihnen willigste Signale entgegen. Einfach zugreifen und mit nach Hause nehmen... Hmmmmm!

 

Oh, wie dumm von mir. Das letzte Wochenende im Juni ist ja schon vorbei. Schade. Jetzt habe ich Ihnen ganz umsonst Appetit gemacht...

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Das mysteriöse Schild  (Trier: (M)eine Stadt und ich) Verfasst: Mittwoch, den 12. März 2008 19:01

 

Man sieht hier ein Straßenschild (?) aus Trier, das ich mal vor ein paar Jahren fotografiert und heute zufällig wiederentdeckt habe. Die Tatsache, dass es in einem Schuppen in der Nähe der Kaiserthermen stand, lässt mich allerdings vermuten, dass es u.U. eine Requisite sein könnte, die nach einem Theaterstück dort vergessen wurde. Immerhin sind die Kaiserthermen ein beliebter Ort für gelegentliche Aufführungen...

Andererseits wäre das schon durchaus eine merkwürdige Requisite. Immerhin stellt dieses (sehr echte) Schild doch...ähm...ja...genau... Was zum Teufel stellt es denn eigentlich dar? Sind das ein Ritter oder ein Soldat und ein Bär? Das sehe zumindest ich in diesen Symbolen... Was soll das bedeuten?

 

Kein Durchgang für Ritter in Begleitung eines Bären?

Ritter und Bären müssen draußen bleiben?

Vosicht vor Bären und Rittern?

Bären in Begleitung eines Ritters dürfen nicht gejagt werden?

 

Was muss das bitte für ein absurdes Theaterstück gewesen sein? Wenn diese Theorie überhaupt zutrifft... Ich müsste mal genauere Nachforschungen anstellen. Bis dahin bedanke ich mich für die kurze Aufmerksamkeit.

 

;-)

 

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Der hässliche Vetter der Dummheit (Trier bei Nacht, Teil 2)  (Trier: (M)eine Stadt und ich) Verfasst: Samstag, den 23. Februar 2008 03:23

 

Ich werde wohl niemals verstehen können, was an willkürlichem Vandalismus so spaßig ist. Anders verhält es sich natürlich bei persönlichen Anfeindungen, es heißt ja schließlich nicht umsonst, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt wäre (hihi), aber warum muss man öffentliche Dinge, wie hier diesen Mülleimer, zerstören? 

 

Was hat der liebe Mülleimer denn getan? Hat er vielleicht nicht gegrüßt? Wurde er Opfer der ominösen Mülleimer-Bande von Trier? Lag es an seiner Farbe? Hat irgendwelches braunes Pack im wahrsten Sinne des Wortes Rot gesehen? Dabei wette ich, dass weder Linkspartei noch SPD sich jemals mit diesem Mülleimer identifiziert haben, schließlich verbindet man Müll doch eher mit dem braunen Pack selbst - oder noch stellenweise mit der jungen Union, aber ich komme vom Thema ab...

 

Vandalismus: Er ist der böse hässliche Vetter der Dummheit und trotzdem hat er viele Fans. Unglaublich... Andererseits hat die auch Günther Beckstein, von daher ist es vielleicht gar nicht so verwunderlich.

 

Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben, solche asozialen Milchbrötchenhirn-Vandalen auf die Menschheit loszulassen. Immerhin hat sie auch Giftpilze, Viren und Daniel Küblböck hervorgebracht. Insofern werden wir auch noch mit zerstörten Mülleimern fertig...

 

In diesem Sinne: Es wird langsam Zeit mir ein Teleskopschlagstock zuzulegen...

 

;-) 

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Die Mülleimer-Bande von Trier  (Trier: (M)eine Stadt und ich) Verfasst: Dienstag, den 19. Februar 2008 13:14

Es war an einem sonnigen Tag, Anfang des Jahres 2008: Die Landtagswahlen in Hessen hatten vor kurzem durch Politiker, die besser als Schweinchen-Double Karierre gemacht hätten, einen künstlichen ausländerfeindlichen Anstrich bekommen; das Rauchverbot rückte immer näher und im Fernsehen floppte gerade die 873. Staffel von "Big Brother".

Sonst schien alles ganz normal: Rentner fuhren gewohnt schlecht Auto, Jugendliche eiferten weiterhin asozialen Vorbildern nach und verdummten, die NPD war immer noch eine bekackte Pseudo-Partei und immer noch nicht verboten worden, die BILD-Zeitung verbreitete nachwievor Lügen und die Polkappen schmolzen unaufhaltsam vor sich hin.

 

Dennoch tanzte an einem dieser Tage etwas aus der Reihe: Nicht nur, dass besagter Tag außerordentlich sonnig war, nein, ein übernatürlich gutaussehender junger Mann - ich - aß mitten in der Stadt ein Brötchen auf und wollte die Verpackung desselbigen wegschmeißen.

 

Klingt unspektakulär? Abwarten.

 

Dieser intelligente humorvolle junge Mann also - immer noch ich - wollte, konnte aber seinen Müll nicht loswerden. Und warum? Weil an der Stelle, an der ein Mülleimer stehen sollte, sich keiner befand. Er war - eindeutig ersichtlich - gewaltsam aus seiner Verankerung im Boden entfernt worden.

Wer zum Teufel macht denn sowas?! Nun ja, Silvester war nicht lange her und da passieren solche "Unfälle" manchmal, aber diese Erklärung hielt nicht lange Stand, denn nur eine Straße weiter konnte man dasselbe Trauerspiel sogar mehrmals bestaunen.

Was ging hier vor?

Die schreckliche Wahrheit: In Trier treibt anscheinend eine Mülleimer-Bande ihr Unwesen, die mutwillig die Mülleimer der Stadt stiehlt. Da fragt man sich doch warum!

 

Ich habe lange darüber nachgedacht und die Theorie aufgestellt, dass dieser Mülleimerraub eine Protestaktion darstellt um auf die gleichzetige Verrohung und Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Man möchte uns, die normalen Durchschnittsbürger, aus dem niederen Alltagstrott der gefühllosen Müllentsorgung wachrütteln, indem wir durch die fehlenden Mülleimer vor die Wahl gestellt werden, ob wir unseren Müll gewissenlos auf die Straße schmeißen oder uns bei der Suche nach anderen Mülleimern auf eine Reise zum inneren Ich begeben und uns einer Konfrontation mit dem eigenen Pflichtbewusstsein stellen.

 

Manch andere behaupten dagegen, diese Leute seien einfach nur ein paar hirnlose Idioten, die mit ihrer Freizeit nichts besseres anzufangen wissen und denen man am besten täglich eins mit dem Rohrstock überbraten müsste.

 

Ich gebe zu, diese Möglichkeit klingt mindestens genauso plausibel wie meine Theorie...

 

;-) 

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Karneval: Polizei in Trier zieht Bilanz  (Trier: (M)eine Stadt und ich) Verfasst: Freitag, den 08. Februar 2008 14:06

Karneval ist vorbei. Endlich. Umso gespannter war ich am Aschermittwoch über die Bilanz der letzten Tage dieses alljährlichen Ausnahmezustands. Ich rechnete mit langen Berichten über Schlägerien, Messerstechereien, Drogenexzesse, angezündete Autos und mindestens einem Todesfall.

 

Was für Unsinn, dachte ich jedoch kurze später. Wir sind doch hier nicht Paris, wo brennende Autos zur Tagesordnung jedes Straßenfestes gehören. Wir sind in Trier, der Stadt, in der die Polizei bei einer Verfolgungsfahrt an der roten Ampel anhält, während das verfolgte Fahrzeug einfach weiterfährt.

Und so war es eigentlich keine Überraschung, dass das schwerste Delikt wiefolgt ausgeführt wurde:

 

In einem Lokal in der Judengasse kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei männlichen Personen. Ursache des Streits war der Schottenrock eines der Kontrahenten, der seinen Gegner dazu verführt hatte, darunter zu greifen.

(Auszug aus dem Trierer "Wochenspiegel")

 

Ehrlich, da wäre ich gerne dabei gewesen...

 

Was lernen wir daraus?

Erstens: Man darf nicht einfach so Menschen unter ihren Rock greifen. Zweitens: Trier ist eine ganz gemeingefährliche Stadt.

:-P 

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